Die Ernährung – Teil 1

Aktive Gesundheitsförderung sollte unser Gebot sein. Ein gesundheitsfördernder Lebensstil mit Genuss, welcher auf mehreren Säulen aufbaut kann dazu sehr viel beitragen: Ernährung – Mikrobiom – Bewegung  und seelische Gesundheit.  …

Weniger Zucker

Zuviel Zucker ist im Umlauf! Vor 100 Jahren waren es 2kg pro Person und Jahr – heute sind es fast 40kg!

Zuviel Zucker aber führt im Körper zur Insulinerhöhung, um den Blutzucker in die Zellen zu lenken. Dabei kommt es auch zu einer Erhöhung des insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors (IGF). Dieser hat auch eine entzündungsfördernde Wirkung und führt zu Stressreaktionen.

Mehr gute Fette

Pflanzliche Öle und tierische Fette mit hohen Omega-6-Anteilen fördern Entzündungen und somit auch Stressreaktionen. Omega 3 bildet entzündungshemmende Hormone. Beim Einkauf von pflanzlichen Ölen unbedingt das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 erfragen! Es sollte möglichst niedrig sein. Bei tierischen Fetten ist darauf zu achten, wie die Nutztiere gelebt haben. Je natürlicher sie lebten, am besten mit Heu, Weide oder Alm, desto besser ist das Fettsäureverhältnis von Omega 6 zu Omega 3. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Omega 6 und Omega 3 sind essentielle Fettsäuren. Diese können nicht selbst aus der Nahrung gebildet werden, sondern sie müssen dem Körper zugeführt werden. Die Omega-6-Fettsäuren sind überwiegend entzündungsfördernd, die Omega-3-Fettsäuren aber hemmen Entzündungen. Deshalb sind Fleisch und Milchprodukte von Almen qualitativ vorzuziehen. Nicht nur, dass sie ein gutes Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis haben, sondern auch durch das abwechslungsreiche Almfutter noch zusätzlich gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie gelbes Betacarotin, eine Vorstufe von Vitamin A, und vieles mehr beinhalten. Dadurch ist auch die Gelbfärbung von Butter und Fleischfett ein gutes Zeichen.

© sanochron gmbh, August 2022
Quelle: Aus dem neuen Buch von Dr. Georg Lexer und Andrea Unterguggenberger: Der Auszeithof. Ein Buch über Natur, Gesundheit und Lebensfreude. Hermagorasverlag 2022, S. 15.